Mann verwechselt Bärlauch mit giftiger Herbstzeitlose - Tödliche Vergiftung
ShortNews vom 29.04.2008 berichtet über den tragischen Tod eines Mannes, der Bärlauch mit der giftigen Herbstzeitlosen verwechselte und daran schließlich qualvoll verstarb.
Bärlauch oder doch Herbstzeitlose?
Wie erkenne ich den Unterschied?
Warum hat eine Verwechslung oft einen tödlichen Ausgang?
Welches Gegenmittel gibt es?
ShortNews vom 29.04.2008 berichtet über den tragischen Tod eines Mannes, der Bärlauch mit der giftigen Herbstzeitlosen verwechselte und daran schließlich qualvoll verstarb.
Bärlauch oder doch Herbstzeitlose?
Wie erkenne ich den Unterschied?
Warum hat eine Verwechslung oft einen tödlichen Ausgang?
Welches Gegenmittel gibt es?
Bärlauch, Bärenlauch, Wilder Knoblauch oder Hexenzwiebel ... noch nie war die Pflanze so begehrt wie in der heutigen Zeit. Gesund und geschmackvoll - aus ihm lassen sich leckere Gerichte zaubern und es verfeinert das Aroma. Bärlauch gilt als eine der ältesten Heilpflanzen der Volksmedizin und als mythisches Kraut, welches im Kampf gegen Hexen und Geisters sein Gutes tut.
Jährlich zieht es viele Menschen in die Natur, um dieses Kraut zu sammeln und zu Hause in der heimischen Küche zu verarbeiten und jährlich kommt es zu Verwechslungen mit der Herbstzeitlosen.
Leider bleibt eine Verwechslung nicht ohne Konsequenzen. Die Herbstzeitlose ist eine Giftpflanze!
Was macht die Herbstzeitlose so gefährlich?
Herbstzeitlose enthält das Alkaloid Colchicin und weitere andere ähnliche Verbindungen. Die Wirkung des Colchicins beginnt erst nach einer langen Latenzzeit von 2 - 6 h, da das Colchicin zunächst in das eigentliche Toxin im Körper umgewandelt werden muss. Anfängliche Symptome, wie Brennen und Kratzen im Mund, Schluckbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen, gehen dann über in Durchfall, Blutdrucksenkung, Krämpfen und Lähmungen, Multiorganversagen und Atemlähmung. Die Zeit von den ersten Symptomen bis zum Tod können durchaus 4 Tage betragen.
Ein Gegenmittel gibt es nicht auf dem Markt, obwohl man solch eines herstellen könnte. Die Gründe sind darin zu sehen, dass es Vergiftungsfälle in der vergangenen Zeit zu selten gab bzw. die Wirtschaftlichkeit der Herstellung eines Gegenmittels sich bisher nicht rechnete. Die Häufigkeit von Vergiftungen ist eher in der heutigen Zeit zu sehen, in der Medien den Menschen suggerieren, gesünder zu leben und mehr natürliche Produkte, Stichwort "BIO", zu nutzen. Also tun die Menschen das, was ihnen "aufgetragen" wird; Hinz und Kunz rennen los und sammeln Bärlauch oder auch nicht.
Ab welche Dosis wirkt das Colchicin?
Nun streng genommen reicht ein gesammeltes und verwendetes Herbstzeitlosenblatt, um die ersten Symptome einer Vergiftung hervorzurufen. Grundsätzlich gilt:
Wie kann ich Bärlauch von der Herbstzeitlosen unterscheiden?
Grün ist beides und wenn beides auch noch im gleichen Habitat wächst, z.B. Herbstzeitlose im Bärlauchfeld, dann ist eine Verwechslung schnell geschehen. Wer Bärlauch mit der "Sense" (Schere) erntet, setzt sich eher der Gefahr einer Verwechslung aus. Erst das wirkliche Anfassen der einzelnen Blätter lässt einen Unterschied erkennen. Das Ernten mit einem Messer oder Schere geht zwar schneller, zieht aber auch meist die Blütenknospen mit in Leidenschaft und lässt eine Verwechslung eher zu. Schnell sind damit ein paar Blätter der Herbstzeitlosen eingesammlt.
Das wohl einprägsamste Merkmal ist der unverwechselbare Geruch und Geschmack des Bärlauchs nach Knoblauch. Weiterhin sind die Blätter lang gestielt und lanzettlich. Sie sind "zarter" anzufassen. Bei einer "Kostprobe" von der Herbstzeitlosen beißt man als erstes auf ein ziemlich ledrig wirkendes Blatt. Der Geschmack erinnert eher an Rasen ohne besonderes Aroma. (Klicke oben rechts auf's Bild)
Äußerst interessant und fachlich sehr gut aufbereitet hat hr-online am 20.04.2011 im Thema "alles wissen" ein Flashmovie veröffentlicht. Ich nutze diesen sehr gerne, um anderen die reelle Gefahr einer Verwechslung aufzuzeigen.
Quelle: hr-online vom 20.04.2011
Flashvideo funktioniert nicht? zur Webseite hr-online.de
Jährlich zieht es viele Menschen in die Natur, um dieses Kraut zu sammeln und zu Hause in der heimischen Küche zu verarbeiten und jährlich kommt es zu Verwechslungen mit der Herbstzeitlosen.
Leider bleibt eine Verwechslung nicht ohne Konsequenzen. Die Herbstzeitlose ist eine Giftpflanze!
Was macht die Herbstzeitlose so gefährlich?
Herbstzeitlose enthält das Alkaloid Colchicin und weitere andere ähnliche Verbindungen. Die Wirkung des Colchicins beginnt erst nach einer langen Latenzzeit von 2 - 6 h, da das Colchicin zunächst in das eigentliche Toxin im Körper umgewandelt werden muss. Anfängliche Symptome, wie Brennen und Kratzen im Mund, Schluckbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen, gehen dann über in Durchfall, Blutdrucksenkung, Krämpfen und Lähmungen, Multiorganversagen und Atemlähmung. Die Zeit von den ersten Symptomen bis zum Tod können durchaus 4 Tage betragen.
Ein Gegenmittel gibt es nicht auf dem Markt, obwohl man solch eines herstellen könnte. Die Gründe sind darin zu sehen, dass es Vergiftungsfälle in der vergangenen Zeit zu selten gab bzw. die Wirtschaftlichkeit der Herstellung eines Gegenmittels sich bisher nicht rechnete. Die Häufigkeit von Vergiftungen ist eher in der heutigen Zeit zu sehen, in der Medien den Menschen suggerieren, gesünder zu leben und mehr natürliche Produkte, Stichwort "BIO", zu nutzen. Also tun die Menschen das, was ihnen "aufgetragen" wird; Hinz und Kunz rennen los und sammeln Bärlauch oder auch nicht.
Ab welche Dosis wirkt das Colchicin?
Nun streng genommen reicht ein gesammeltes und verwendetes Herbstzeitlosenblatt, um die ersten Symptome einer Vergiftung hervorzurufen. Grundsätzlich gilt:
- 1 Blatt = erste Symptome einer Vergiftung
- 5 Blätter = Tod möglich
- 10 Blätter = sicher tödlich
Wie kann ich Bärlauch von der Herbstzeitlosen unterscheiden?
Grün ist beides und wenn beides auch noch im gleichen Habitat wächst, z.B. Herbstzeitlose im Bärlauchfeld, dann ist eine Verwechslung schnell geschehen. Wer Bärlauch mit der "Sense" (Schere) erntet, setzt sich eher der Gefahr einer Verwechslung aus. Erst das wirkliche Anfassen der einzelnen Blätter lässt einen Unterschied erkennen. Das Ernten mit einem Messer oder Schere geht zwar schneller, zieht aber auch meist die Blütenknospen mit in Leidenschaft und lässt eine Verwechslung eher zu. Schnell sind damit ein paar Blätter der Herbstzeitlosen eingesammlt.
Das wohl einprägsamste Merkmal ist der unverwechselbare Geruch und Geschmack des Bärlauchs nach Knoblauch. Weiterhin sind die Blätter lang gestielt und lanzettlich. Sie sind "zarter" anzufassen. Bei einer "Kostprobe" von der Herbstzeitlosen beißt man als erstes auf ein ziemlich ledrig wirkendes Blatt. Der Geschmack erinnert eher an Rasen ohne besonderes Aroma. (Klicke oben rechts auf's Bild)
Äußerst interessant und fachlich sehr gut aufbereitet hat hr-online am 20.04.2011 im Thema "alles wissen" ein Flashmovie veröffentlicht. Ich nutze diesen sehr gerne, um anderen die reelle Gefahr einer Verwechslung aufzuzeigen.
Flashvideo funktioniert nicht? zur Webseite hr-online.de
